Warm up Fastenzeit

Morgen, morgen ist es so weit: es ist Aschermittwoch. Der Tag, an dem ich mich sehr gern in eine Schlange von Reumütigen einreihen. Die nichts anderes als sich ihrer Nichtigkeit und Schuldigkeit durch ihren Drang nach Freiheit und schönen Momenten, was oft das Arbeiten der anderen erfordert.

Ich finde es nicht einfach, voll zu geniessen und nicht seine Privilegien auszunutzen.

Ja und so mag ich es – einmal im Jahr- mich dieser Schuldigkeitbewusst zu werden. Mein Leben in seiner Unbedeutsamkeit zu begreifen.

Morgen wäre das also soweit. Aber wosoll ich das tun? Früher konnte ich mich problemlos in ein patriarchales System einfügen. Ich fand es nicht gut, konnte aber gut damit leben.

Seit der Präsident demokratische und integrative Werte mit Füssen tritt und Länder in und um Europa mehr Stärke, klare Rollenbilder und Chavinusmus wollen, habe ich nun Mühe mit der Gleichgültigkeit.

Bei mir ist sogar der Glaube an Jesus die Quelle der Wut gegen die Selbstgefälligkeit, den Egoismus und das Ignorieren von Leid vieler Menschen ausserhalb der eigenen Familie/Nation.

Es ist also schwierig mit dem tiefen Wunsch, mich neu auf Gott, seine Liebe und Schöpfung auszurichten, wenn die zur Verfügung stehende Form nur in patriarchaler Weise zur Verfügung steht.

Meine Aufgabe heute ist somit, für morgen ein alternatives Ritual zu finden.